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Diäten im Überblick
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Pfundskur
Das Konzept von Professor Pudel ist ideal für
Gesundheitsbewusste, die mit etwas Geduld und festem
Willen abspecken wollen. Die Diät beruht auf einer
fettarmen, kohlenhydratreichen Ernährung ohne rigide
Verbote. Zu Beginn des zehnwöchigen Programms stehen
verschiedene Tests, die das eigene Essverhalten
unter die Lupe nehmen. Je nach Esstyp empfiehlt
Pudel verschiedene Übungen, um schlechte
Gewohnheiten umzustellen.
Die Pfundskur erhält von der Deutschen Gesellschaft
für Ernährung die Note „sehr gut“. Eine ausreichende
Versorgung mit Nährstoffen ist gewährleistet. Das
Konzept strebt eine langfristige
Ernährungsumstellung an und erfordert nicht zu viel
Disziplin. |
Pritikin-Diät
Die Pritkin-Diät gehört zur Gruppe der
kohlenhydratreichen Diäten. Kohlenhydrate liefern
rund 80 Prozent der Nahrungsenergie. Bevorzugte
Lebensmittel: Vollkornbrot, Teigwaren, Kartoffeln,
Reis, Obst und Gemüse. Der Fettanteil soll möglichst
eingeschränkt werden. Verboten sind daher Butter,
Fleisch, Fisch und Käse.
Grundsätzlich ist eine fettarme Kost mit einem hohen
Kohlenhydratanteil positiv zu beurteilen. Die
Pritkin-Diät ist jedoch zu einseitig und
gewährleistet keine ausreichende Nährstoffzufuhr.
Von der längeren Durchführung dieser Diät ist daher
abzuraten. |
Rohkost-Diät
Auf dem Teller liegen rohes Obst, Gemüse oder Nüsse.
Getreide spielt kaum eine Rolle. Naturbelassene
Lebensmittel haben in der Regel den qualitativ
höheren Vitalstoffgehalt. Zudem sparen Rohköstler
Zeit, weil das Kochen entfällt. Allerdings ist das
Nahrungsspektrum eingeschränkt. Denn einige
Lebensmittel sind in erhitzter Form besser
verwertbar beziehungsweise bekömmlich: zum Beispiel
sind Bohnen im Rohzustand giftig, gegarte Möhren
oder Tomaten liefern die wertvolleren Inhaltsstoffe.
Da fast nur Obst und Gemüse gegessen wird, ist die
Nährstoffversorgung unzureichend. Als Dauerernährung
ist Rohkost nicht zu empfehlen. |
South Beach Diät
Die South-Beach-Methode ist eine Variante der
Atkins-Diät. Neu ist, dass zwischen guten und
schlechten Fetten unterschieden wird: Nur noch
pflanzliche Öle und Fischöl sind erlaubt. Die Diät
umfasst drei Phasen: Zunächst sind zum Beispiel
Backwaren, Kartoffeln, Reis, Obst, Zucker oder
Alkohol verboten. Später sind bestimmte
Kohlenhydrate wieder okay. Phase drei unterscheidet
sich kaum von den gängigen Ernährungsempfehlungen.
Die Mischkost mit pflanzlichem Fett sättigt gut.
Positiv sind der hohe Gemüseanteil sowie die
Empfehlung, viel Fisch zu essen. Die sehr fett- und
eiweißreiche Kost ist für Gichtkranke und
Nierenschwache allerdings nicht zu empfehlen. |
Trennkost
Nach dem Trennkost-Prinzip von Dr. Hay werden
Kohlenhydrate und Eiweiß separat verzehrt. Die Kost
soll 80 Prozent Basenbildner (zum Beispiel Obst,
Gemüse, Milch, Joghurt) und 20 Prozent Säurebildner
(zum Beispiel Fleisch, Käse, Fisch, Kartoffeln,
Vollkornbrot) enthalten. Morgens und abends kommen
überwiegend Basenbildner, mittags Eiweißmahlzeiten
auf den Tisch. Verwendet werden nur natürliche
Lebensmittel und gerade so viel, „wie zur Erhaltung
des Lebens nötig ist“.
Kohlenhydrate und Eiweiß zu trennen, ist
wissenschaftlich nicht haltbar. Zudem enthalten fast
alle Lebensmittel beide Nährstoffe. Bei nur 20
Prozent Getreide, Fleisch, Fisch et cetera drohen
Nährstoffmängel. Unrealistisch ist die Behauptung,
Trennkost heile viele Krankheiten, sogar Krebs.
Positiv: Das Ernährungsprinzip setzt auf
pflanzliche, fettarme Kost und naturbelassene
Nahrungsmittel. |
Waerland-Kost
Der Schwede Are Waerland entwickelte die nach ihm
benannte Ernährungsweise, da er die übliche
Mischkost als Ursache für die "Übersäuerung" des
Organismus ansah. Er propagierte eine
lakto-vegetabile Kost mit viel Rohkost, Getreide,
Kartoffeln, Obst und Gemüse. Kaffee, Zucker oder
Alkohol sollen gemieden werden.
Die Waerland-Kost versorgt Erwachsene bei
geschickter Lebensmittelauswahl ausreichend mit
Nährstoffen. Viele Grundsätze (z.B. die Vorstellung
der Übersäuerung) sind wissenschaftlich allerdings
nicht nachvollziehbar. |
Weight Watchers
Das Weight Watchers-Konzept kombiniert eine
kalorienreduzierte Mischkost mit motivierenden
Gruppentreffen. Das Markenzeichen sind die „Points“,
spezielle Punktwerte für jedes Lebensmittel: zum
Beispiel schlagen Obst und Gemüse zumeist mit null
Points, Schokolade dagegen mit einem besonders hohen
Punktwert zu Buche. Man isst in Eigenregie so, dass
der individuelle Punktwert gewahrt bleibt. Bewegung
wird mit „Bonus Points“ belohnt, die dann zur freien
Verfügung stehen.
Weight Watchers fördert eine optimale
Nährstoffversorgung. Die Gewichtsabnahme erfolgt
langsam und damit schonend für den Organismus.
Zugleich entwickeln die Teilnehmer ein Bewusstsein
für den eigenen Körper und lernen, sich gesund zu
ernähren. Die Teilnahme am Programm ist
kostenpflichtig. |
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