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Diäten im Überblick
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Glyx-Diät
„Glyx“ (Glykämischer Index, GI) beschreibt, wie
stark ein Nahrungsmittel den Blutzuckergehalt
beeinflusst. Steigt der Blutzuckerspiegel schnell,
produziert der Körper verstärkt das Hormon Insulin:
Es hemmt die Fettverbrennung und erzeugt Hunger.
Nahrung mit niedrigem GI lässt den Blutzucker nur
langsam ansteigen und ist zu bevorzugen (zum
Beispiel Vollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchte).
Die Wirksamkeit der Glyx-Diät ist nicht erwiesen.
Problematisch ist, dass Nahrungsmittel nur isoliert
betrachtet werden: Kartoffeln gelten als weniger
empfehlenswert. Werden sie dagegen in Fett gebraten,
haben sie einen niedrigen GI, obwohl sie zum
Beispiel als Pommes frites auf die Hüften schlagen. |
Hollywood-Diät
Diese eigens für abnehmwillige „Stars“ entwickelte
Diät basiert unter anderem auf Hummer, Lamm, Shrimps
und exotischen Früchten. Als Dickmacher verpönte
Kohlenhydrate, zum Beispiel in Kartoffeln oder Brot,
sind zu meiden. So ist der Eiweißgehalt der
erlaubten Nahrung bis zu viermal höher als
empfohlen. Die Tagesenergiezufuhr liegt bei 600 bis
800 kcal.
Die Hollywood-Diät ist nicht nur wegen des hohen
Eiweißgehalts, sondern auch wegen der geringen
Energiezufuhr kritisch zu sehen. Sie kann den
Nährstoffbedarf nicht decken. Richtige Ernährung
wird nicht gelernt. Dadurch ist der Jo-Jo-Effekt
vorprogrammiert. |
Kohlsuppen-Diät
Mit Hilfe der „magischen“ Kohlsuppe sollen bis zu
sieben Kilo pro Woche dahinschmelzen. Da die Suppe
kaum Kalorien und Fett enthält, ist Abnehmen mit
dieser Diät praktisch garantiert. Das Konzept sieht
eine Sieben-Tage-Kur vor mit Sport, Entspannung und
„Fatburner-Rezepten“. Dazu gibt es
Rezept-Variationen von Gourmet-Köchen gegen die
Eintönigkeit der Suppe.
Die Diät ist einfach durchzuführen und für etwa eine
Woche gut geeignet. Denn wie bei jeder einseitigen
Ernährung kann man oft schon nach wenigen Tagen
keine Kohlsuppe mehr sehen. Längerfristig gefährdet
die Diät eine ausreichende Nährstoffversorgung.
Zudem droht der Jo-Jo-Effekt. |
Kushi-Diät
Diese Kostform geht auf den Japaner Mishio Kushi
zurück, einem Vertreter der Makrobiotik. Die
Ernährung basiert auf Vollgetreide (50 bis 60
Prozent). Daneben stehen frisches Gemüse,
Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Meeresalgen und
gelegentlich magerer Fisch auf dem Speiseplan.
Fleisch und Milch sollte man meiden, gesäuerte
Milchprodukte sind erlaubt. Obst soll eher mäßig
verzehrt werden. Von Konserven, Genussmitteln,
Zucker, Tiefkühlkost und Zusatzstoffen wird
abgeraten. Die Lebensmittel sollten aus der Region
und möglichst aus biologischem Anbau stammen.
Die Kushi-Diät ist nur für Erwachsene geeignet, die
wissen, wie sie mit der richtigen
Lebensmittelauswahl Mangelerscheinungen vermeiden
können. Für Kinder ist diese Diät zu energie- und
kalziumarm. |
Low-Fat-Diät
Meist macht allein das Fett fett. Deshalb heißt die
Devise der Low-Fat-Diät: fettarm ernähren, weniger
essen, langsam kauen und viel trinken. Pflanzenöle
haben gegenüber tierischen Fetten den Vorzug.
Darüber hinaus setzen viele Low-Fat-Konzepte
zusätzlich auf Entspannungsmethoden und ausreichend
Bewegung. Die fettarme Zubereitung basiert auf
Dünsten, Grillen beziehungsweise Garen im Römertopf.
Das Low-Fat-Konzept berücksichtigt die Grundregeln
einer vollwertigen Ernährung und bietet eine gute
Möglichkeit, langfristig abzunehmen. Wer die Diät
allerdings übertreibt, riskiert unter Umständen
einen Mangel an fettlöslichen Vitaminen. |
Mayo-Diät
Angeblich entwickelten amerikanische Experten der
Mayo-Klinik diese Diät. Die Klinik bestreitet
allerdings, ein solches Programm je veröffentlicht
zu haben. Die Mayo-Diät setzt auf eine eiweißreiche
Kost mit einem Energiegehalt von rund 1.000 bis
1.500 kcal. Täglich drei bis vier Eier, dazu
Fleisch, Fisch und Gemüse - allein 50 Prozent der
Ernährung werden durch Proteine abgedeckt.
Da ausreichend Gemüse und Obst auf dem Speiseplan
stehen, ist die Vitalstoffversorgung gesichert. Der
hohe Fleisch- und Eierkonsum kann jedoch den
Cholesterinspiegel gefährlich in die Höhe treiben.
Dadurch steigt das Arteriosklerose-Risiko. Zu viel
Eiweiß in der Nahrung belastet die Nieren. |
Mittelmeer-Diät
Gemüse, Salat mit Olivenöl, Fisch und
Pasta-Gerichte, zum Nachtisch frisches Obst: So
essen unsere südeuropäischen Nachbarn. Und sie
nehmen sich viel Zeit zum genussvollen und
entspannten Essen. Damit halten sie überflüssige
Pfunde fern und senken ihr Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch auswärts essen ist
kein Problem: südländische Küche gibt es fast
überall.
Die Mittelmeerküche ist empfehlenswert und als
Dauerernährung geeignet. Vorsicht nur bei
verführerisch-leckeren Sahne-Soßen und fettigen
Antipasti. Auch das mediterrane Frühstück könnte
besser sein: Statt Konfitüre und Kaffee lieber
Obstsalat und Fruchtsaft. |
Nulldiät
Beim so genannten totalen Fasten kommen null
Kalorien auf den Tisch. Das gelingt mit reichlich
Mineralwasser und Kräutertees. Die Diät ist sehr
schwer durchzuhalten und eignet sich bestenfalls für
stark Übergewichtige.
Während der Durchführung ist ärztliche Kontrolle ein
Muss, denn die Nulldiät gilt als sehr gefährlich:
Ohne ausreichende Nährstoffversorgung kommt es zu
Mangelzuständen mit Herz-Kreislauf-Problemen,
Gichtanfällen oder Gallenkoliken. Durch die
künstliche Hungersnot senkt der Körper den
Kalorienverbrauch: Der Jo-Jo-Effekt ist
vorprogrammiert. |
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